Bundesarbeitsgemeinschaft

Für eine gerechtere Starker Mittelstand – Wirtschaftsordnung Bollwerk gegen die Krise

Liebe Leserin, lieber Leser,
nach dem schweren Wirtschaftseinbruch im Jahr 2009 füllen sich in vielen Branchen wieder die Auftragsbücher, auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Doch die Wirtschafts- und Finanzkrise ist nicht vorüber. Die Staatsfinanzierungskrise bedroht auch in Deutschland die langfristige Entwicklung. Vom Aufschwung profitieren bisher vor allem Konzerne und Banken, kaum die Kleinunternehmen. Aber die kleinen und mittelständischen Unternehmen, zu denen 99 Prozent aller Firmen mit 70 Prozent aller Beschäftigten zählen und die 38 Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung erbringen, bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Schwarz-gelb schwächt die Kaufkraft, kommt den Konzernen zugute und öffnet Spekulanten Tür und Tor. Es sind Auftragsverlagerungen, fehlende Kaufkraft oder mangelnde
Zahlungsmoral, die die Lage der KMU so labil machen. Für die BAG LiU sowie die Fraktion DIE LINKE sind Handwerk und Mittelstand Bündnispartner. Entgegen bewusst gestreutem Vorurteil will DIE LINKE kleines und mittleres Eigentum stärken – die Macht der Deutschen Bank und anderer Großspekulanten muss entschlossen gestutzt werden; das Vorbild sind die Sparkassen!

 

DIE LINKE antwortet auf Fragen von Unternehmerinnen und Unternehmern

Folder: Linke Mittelstandspolitik:
Wirtschaftlich vernünftig, sozial verantwortlich


Welche Vorschläge macht DIE LINKE, um die Krise in Deutschland zu überwinden?
DIE LINKE fordert – neben der Neustrukturierung des Finanz- und Bankensektors – ein umfassendes Zukunftsprogramm in Höhe von 125 Milliarden Euro pro Jahr. Dies beinhaltet ein Wachstumsprogramm zur Förderung der Binnennachfrage, einen Fonds für einen sozial-ökologischen Strukturwandel und fördert regionale Wirtschaftskreisläufe. Davon profitieren besonders die KMU. Auch die Stärkung der öffentlichen Hand liegt in ihrem Interesse, denn vor allem die Investitionen der Kommunen bringen Aufträge für lokale Handwerksbetriebe und Dienstleister. Zudem wollen wir eine Reparaturoffensive: Konzerne müssen gesetzlich gezwungen werden, unter anderem Autos, Küchengeräte und Unterhaltungselektronik reparaturfreundlich zu produzieren. Das Reparaturhandwerk wird durch ermäßigte Mehrwertsteuer (7 Prozent) entlastet, erhält Sonderkonditionen für Start-Ups und Überbrückungskredite; ein Label “reparaturhandwerksfreundlich” wird eingeführt. Das schafft Arbeitsplätze, spart Rohstoffe und Energie und schafft dem Handwerk wieder goldenen Boden.